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Nachlese: Take it easy, take SASS – März-Stammtisch der webgrrls Berlin

„Was ist SASS?“, diese Frage stand im Vordergrund des Stammtischtreffens am 12. März in der Bibliothek des Wirtshauses „Max & Moritz“ in Kreuzberg. Die Zuhörerinnen und auch ein Zuhörer wurden eingeführt in die Technik und Arbeitsweise von SASS, einer quelloffenen Stylesheet-Sprache, die in CSS kompiliert wird, um für Browser lesbar zu werden.

Strukturiertes Arbeiten in neuer Qualität

Die Schachtelung von Selektoren und Regeln in SASS analog zur Struktur einer HTML-Datei ist für Webentwickler ein Anreiz, sich mit SASS zu beschäftigen.

Außerdem bietet das Stylesheet-Framework Compass, das eine Menge nützlicher Funktionen für die Entwicklung von CSS3-Features enthält, eine einfache Möglichkeit, mit der Einbindung nur weniger Variablen komplexes CSS zu erzeugen.

Aus SASS ...

Aus SASS …

... wird CSS

… wird CSS

Die Frameworks Compass sowie Bourbon und Susy und weitere frei erhältliche Frameworks können zu SASS hinzugefügt werden und können es sinnvoll erweitern.

Kompilieren und Konsoleneingaben

Für den Erstanwender von SASS kann es abschreckend sein zu erfahren, dass SASS kompiliert werden muss. Die Installation von Ruby on Rails und die Arbeit in der Ruby-Konsole ist zwar nicht schwer, aber gerade Konsolen-Eingaben sind nicht jedermenschs Sache. Außerdem geht bequem anders. Gut, dass es mittlerweile schon diverse Apps gibt, die plattformübergreifend auf  Windows-, Linux- und Apple-Rechnern laufen und die Arbeit erleichtern und schöner machen. Eine kurze Einführung in die Installation und ein Überblick über die Apps findet sich unter http://sass-lang.com/install.

Braucht der Mensch das?

Im Lauf des Abends stellte sich dann immer mehr die Frage „Wozu soll das eigentlich gut sein?“ Erfahrene CSS-Nutzerinnen gliedern und strukturieren HTML und CSS so effizient wie möglich und schreiben ihre Codes im Schlaf. Kann SASS hier eine Erleichterung bringen, zumal im Fall von wiederverwerteten Templates die gewohnte CSS-Struktur jetzt erst einmal in SASS umgesetzt werden muss? Weniger CSS-versierte Anwesende mit Programmierhintergrund fanden dagegen die Struktur, die näher am Programmieren ist, für ihre Arbeit leichter und effizienter. Die lebhafte Diskussion brachte keine Entscheidung für oder gegen SASS hervor, weckte aber bei den Anwesenden das Interesse, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen. Angedacht ist jetzt ein Tagesworkshop SASS in Berlin, bei dem SASS einmal tiefer durchleuchtet werden soll.

Weiterführende Links:

SASS-Installation und SASS GUIs: http://sass-lang.com/install

Compass-Framework: http://compass-style.org/

Einführung in die Nutzung von SASS: http://thesassway.com/

Ein Plädoyer für die Nutzung von SASS: http://alistapart.com/article/why-sass

CSS in SASS umwandeln: http://blog.radmann.net/web/sass-css-nach-scss-konvertieren/

Die Verwendung von SASS-Mixins, -Erweiterungen und -Platzhaltern: http://krasimirtsonev.com/blog/article/Sass-mixins-extends-and-placeholders-differences-use-cases

Pixel in rem umrechnen: http://davidensinger.com/2013/03/using-rems-with-sass/

Moblie first-CSS für den alten Internet Explorer nutzbar machen: http://kau-boys.de/1747/webentwicklung/mobile-first-design-mit-sass-fuer-alte-internet-explorer-umsetzen

Weitere nützliche SASS-Mixins: http://web-design-weekly.com/blog/2013/05/12/handy-sass-mixins/

Screenshots der HTML- und SASS-Struktur aus dem Artikel Nested selectors: the inception rule von Mario Ricalde, Screenshots der Compass-Nutzung von Martina Rüdiger.

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7 Kommentare

  1. Hey Martina, danke für die Erwähnung meines Mixins. Ich kann mit vorstellen, dass es ein interessantes Thema war.

    Bei dem Bild der SASS-Struktur bin ich aber etwas zusammengezuckt. Natürlich kann man das SASS genau so aufbauen, wie die HTML Struktur, es gibt aber einige sehr gute Gründe, die dagegen sprechen.

    Ich fände einen Workshop zu einem solchen Thema auch mal sehr interessant. Vielleicht lasst ihr ja da auch Männer zu. Dann erzähle ich auch gerne, wieso man sein SASS nicht so strukturieren sollte 😉

  2. Hallo Bernhard, deine Teilnahme würde ich sehr begrüßen … 😉

    Das Für und Wider macht mich jetzt neugierig … ich denke, das würde ich auf jeden Fall hören wollen. Und im Grundprinzip haben wir ja nix gegen Männer. 😀

  3. Nö, gegen Männer haben wir nix. Wir vergrößern einfach unseren Fanclub. Nee im Ernst. Nach dem gestrigen Vortrag „SASST“ es in meinem Kopf. Ich weiß nur noch nicht wohin das führt. Danke Martina. Für Deine Einführung ins Thema. Workshop begrüße ich sehr und bin auf jeden Fall dabei! Mehrwissende wie Bernhard nehmen wir doch gern dazu 🙂
    Könnte mir vorstellen, dass sich auch Grrls aus anderen Regios dazugesellen würden.
    Na da müssen wir wohl was organisieren …

  4. Also ich erzähle euch gerne aus meiner täglichen Erfahrung mit SASS und den diversen Mixins, die ich dazu schon geschrieben habe. Wenn ihr also einen Workshop organisiert, komme ich gerne als Sprecher vorbei 😉

    Nur nicht am 22.03.2014, denn da halte ich schon nen Workshop zum Thema Plugin-Entwicklung für WordPress.

  5. So schnell sind wir eh nicht. Wir planen da etwas langfristiger, wegen möglicher bundesweiter Interessentinnen. Bisher ist aber noch der Wunsch Vater des Gedanken. 😉

  6. Hallo ihr,

    einen Workshop zu organisieren finde ich eine gute Idee und würde auch gerne teilnehmen. Hätte auch noch einen weiteren Interessenten im Schlepptau 🙂

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