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Petitionsausschuss klar gegen pauschale Altersvorsorgepflicht

Wie laut Verband der Gründer und Selbständigen Deutschlands (VGSD) im Rahmen seiner Pressemitteilung zu vernehmen ist, hat sich der Petitionsausschuss des Bundestages überraschend deutlich hinter die Petition von Tim Wessels gestellt, die er vor gut einem Jahr gegen eine pauschale Rentenpflicht für Selbständige initiierte. Nach den Plänen der Bundesregierung hätte dann jede/r Selbständige etwa 400 Euro monatlich in die Rentenkasse einzahlen sollen, und zwar unabhängig vom Einkommen. Vor allem für viele Einzelselbständige wäre eine solche Regelung das AUS gewesen. Über 80.000 Menschen zeichneten diese Petition mit.

Nachdem der Ausschuss den Argumenten der Petition folgt und den Protest von zehntausenden Selbständigen ernst nimmt, ist damit eine pauschale Rentenversicherungspflicht vom Tisch.
Die Diskussion wird sich jetzt auf eine einkommensabhängige Versicherungspflicht verlagern.

Der VGSD denkt die Problematik allerdings weiter: So lange Selbständige in Teilzeit oder mit geringem Einkommen bereits durch die extrem hohen Mindestbeiträge zur Krankenversicherung belastet bleiben, haben sie selbst für eine einkommensabhängige Versicherungspflicht keinen ausreichenden finanziellen Spielraum. Das eine Problem ist nicht ohne das andere zu lösen. Darauf wird der VGSD nun den Schwerpunkt seiner Verbandsarbeit setzen.

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1 Kommentar

  1. Eine gewisse Absicherung sollten auch Selbständige durchführen, denn mittlerweile geraten immer mehr Menschen in die Altersarmut und nur wer sich zusätzlich absichert, kann um eine Altersarmut herum kommen. Hier muss ein Weg gefunden werden, um dies zu verhindern.

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